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Nov 11 2008

Reaktion der Regierungskoalition auf Obama: Antworten ohne Fragen

Veröffentlicht von Rainer Stinner in USA

Die Regierungskoalition reagiert bei ihren öffentlichen Reaktionen auf die Wahl Obamas zum US-Präsidenten kleinkariert und beantwortet Fragen, die kein Mensch gestellt hat. Sowohl Verteidigungsminister Jung (CDU) als auch Fraktionsvorsitzender Struck (SPD) betonen beflissen, dass sie keine deutschen Truppen nach Süd-Afghanistan schicken wollen und werden. Darum hat sie aber bisher keiner, vor allem auch nicht der President-elect Obama, gebeten.

Diese Verengung auf eine Detailfrage zeigt die Unsicherheit und das mangelnde Selbstbewußtsein der Bundesregierung. Es gibt auch im Führungskader der Koalition niemanden, der in Washington wirklich eng vernetzt ist.

Die richtige Reaktion auf die Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten wäre gewesen: “Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Administration in Washington. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, die für uns alle so wichtigen transatlantischen Beziehungen zu erneuern und zu vertiefen. Es geht uns darum, auf der Basis gelebter gemeinsamer Werte die Wohlfahrt unser Völker zu steigern und gemeinsam Frieden, Freiheit und Demokratie in der Welt zu fördern. Wir sind sicher, dass die neue amerikanische Regierung dabei die Randbedingungen unseres deutschen parlamentarischen Systems genau kennt.”

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Nov 03 2008

US-Wahlkampf und Erwartungen an Obama

Veröffentlicht von Rainer Stinner in USA

Bild: cc RoxanneJoMitchell

Ich kämpfe seit Jahren gegen die in Deutschland weit verbreitete Arroganz gegenüber der US-Gesellschaft. Dieser Wahlkampf sollte einige weitere Vorurteile abbauen: Ich würde davon träumen, dass auch in Deutschland die Auswahl von Bewerbern um ein politisches Amt zu so einer unglaublichen Mobilisierung großer Teile der Bevölkerung führen würde. Hunderttausende von “normalen” Bürgern engagieren sich über Wochen und Monate, über 600.000 Bürger spenden alleine in einem Monat an einen Bewerber Geld (häufig kleine Beträge), Millionen Amerikaner melden sich zur Wahl an und stehen zum Teil mehrere Stunden, um ihr Wahlrecht auszuüben. Da ist von uns Deutschen wohl eher Hochachtung vor der politischen Kultur als Naserümpfen und Arroganz angesagt.

Wie die meisten auf dieser Homepage abstimmenden Teilnehmer glaube ich daran, dass Obama der nächste Präsident wird. Das sind meine Erwartungen:

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Sep 22 2008

US-Wahlen: Wahlmänner zählen, nicht Stimmen

Veröffentlicht von Rainer Stinner in USA

Die Berichterstattung in Deutschland konzentriert sich immer auf Wahlumfragen für das ganze Land. Das ist aber für das Ergebnis unerheblich. Wichtig ist, in den einzelnen Staaten die Mehrheit der Stimmen und damit alle Wahlmänner dieses Staates zu bekommen. Einen exzellenten Überblick gibt die Homepage www.electoral-vote.com . Diese weist für heute eine knappe Mehrheit der Wahlmänner für Obama aus (273 zu 265). Aber das wird laufend entsprechend neuer Informationen angepasst.

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